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Willkommen in Höflein an der Donau
Ereignisse aus der Geschichte von Höflein – Quelle: ANNO Zeitschriftenarchiv der Österr.Nationalbibliothek
12.Juli 1882 Durch das Auftreten der Reblaus wurde die Ausfuhr von Reben, Rebenteilen, Planzen, Pflanzenteilen und Gegenständen, die als Träger des Infekts beklannt sind, verboten. 1.Juni 1885 Im Rahmen der Inbetriebnahme des zweiten Gleises der Franz-Josef-Bahn wurde in Höflein an der Donau die neue Haltestelle eröffnet. 20. Dezember 1890 in der Zeitschrift “Feuerwehrsignale” erschien das Feuerwehrlied der neu gegründeten Feuerwehr Höflein a.d.Donau 11.August 1892 Von dem um 6:30 Uhr in Wien abgefahrenen Personenzug Nr 133 wurde in der Haltstelle Höflein an der Donau die Maschine dienstuntauglich. Der dem Localzug folgende Personenzug Nr. 13 fuhr an den in der Haltestelle stehenden Localzug auf, wodurch die letzten 5 Wagen beschädigt wurden. Ein Passagier kam bei diesem Unfall ums Leben. 19.Jänner 1897 An einem in Klosterneuburg abgehaltenen Rebveredlungskurs haben erstmals auch zwei Mädchen teilgenommen, und zwar Fräulein Franziska Furtenreiter und Fräulein Johanna Amreiter, beide aus Höflein an der Donau 9.Juli 1898 Beim Bau einer Gemeinde-Wasserleitung vom Brunngraben am Eichberg in die Schule wurde der hiesige Kleinhäusler und Taglöhner Leopold Weißhappl in einer Künette verschüttet und getötet. 30. Oktober 1908 Am letzten Sonntag schlich sich, während der Pfarrer Ubald Felbinger in Höflein a.d. Donau in der Kirche das Hochamt zelebrierte, ein unbekannte Gauner in das Pfarrhaus ein und stahl die goldene Uhr samt Kette und den Havelock des Pfarrers. Der Dieb konnte bisher nicht eruiert werden, dagegen wurde am 27. d.M. nachmittags ein zweiter Einbrauch, und zwar beim Wirtschaftsbesitzer Strasser verübt, wo der Gauner, während sich die Leute im Garten befanden, zwei silberne Uhren mitnahm und flüchtete. Es scheint, daß eine Wiener Gesellschaft von Plattenstrolchen in der Gegend auf Gastrollen ist, welche die Umgebung unsicher macht. 3. Dezember 1915 Seltenes Jägerglück hatte Herr August Brinnich aus Kritzerndorf. Er schoß hier dieser Tage bei einem Steinbruch in Höflein an der Donau zufällig einen schönen Gemsbock, dessen Krickeln tadellos sind. Von überall her kamen Neugierige, um die seltene Jagdbeute zu sehen. Der Gemsbock war seit einiger Zeit in der Nähe der Wohnhäuser gesehen worden, war jedoch allgemein für eine Ziege gehalten worden. Da nur das Raxgebiet der nächste Aufenhaltsort von Gemsen ist, muß dieses Tier lange Zeit bis zur Donau gewandert sein. Um Wien ist bisher kaum eine solche Jagdbeute gemacht worden.  15.Oktober 1917 Die Eisenbahnhaltestelle wurde wegen Kohlenmangel aufgelassen 28. Dezember 1920 Nachdem das arme Höfleiner Pfarrkirchlein schon im Jahre 1917 ausgeraubt wurde, ist es nunmehr in den Abendstunden des 28. Dezember neuerdings von Verbrechern heimgesucht worden. Geraubt wurden eine wertlose Monstranze, allerdings mit dem Allerheiligsten, was die tiefste Empörung in allen Kreisen des armen Pfarrortes hervorruft. Ferner fehlen zwei Vespertücher, Kerzen, ein spitzenbedecktes Antependium von einem Seitenaltare und ein großes, schwarzes Bahrtuch. Nach den bisherigen Recherchen der Gendarmerie Kritzendorf sind die Diebe vier Raubgesellen, die eigens zu dem Zwecke aus Wien herauskamen und in derselben Nacht auch das hiesige Feuerwehrdepot nach Kupferdrähten und Telephonapparaten vergeblich absuchten. Man vermutet, daß die Rohlinge schon mit dem 9 Uhr Abendzuge ihre traurige Beute nach Wien in Sicherheit brachten.  13.Mai 1921 In einem Bericht über die EOS-Werke, einem Schiffbauunternehmen, das 1920 gegründet wurde, wird erwähnt, dass die Firma über vier Werftplätze verfügt, drei in Wien und einer in Höflein an der Donau. 18.Juli 1923 Am 18. Juli 1923 war die Feuerwehr Höflein gemeinsam mit einigen anderen Feuerwehren beim bis zum heutigen Tag größten Brand in unserer Ortschaft tätig. Gegen sieben Uhr früh dieses Tages brach im Anwesen des Alois Nedjelek nahe des Pfarrhofes ein Brand aus, der sich durch die allgemeine Trockenheit und die noch weit verbreiteten Holzschindeldächer rasch auf die umliegenden Gebäude ausbreitete. Die Höfleiner Feuerwehr trat rasch in Aktion und rief auch die umliegenden Feuerwehren zu Hilfe. Da sich der Brand immer weiter ausbreitete, ersuchte man gegen halb acht Uhr telefonisch die Wiener Berufsfeuerwehr um Hilfe. Diese entsandte sofort den Fernlöschzug (sechs Kraftfahrzeuge, davon drei Kraftspritzen) unter dem Kommando von Brandinspektor Bernaschek. Dieser traf nach 30 Minuten Fahrt in Höflein ein und brachte den anwesenden Feuerwehren kräftige Unterstützung. Der Brand hatte in der Zwischenzeit bereits die Gebäude von Karl Schönbigler, Karl Lasser, Johann Amreiter, Josefine Rest und den Pfarrhof erreicht. Durch die Kraftspritzen war es möglich, Wasser von der Donau herbeizufördern. Durch diesen geballten Einsatz war der Brand gegen neun Uhr lokalisiert und gegen zehn Uhr konnte das erlösende Kommando „Brand aus“ gegeben werden. Bei diesem Brand wurden vier Häuser vollständig zerstört, bei der Bäckerei Rest wurden sämtliche Vorräte vernichtet, und im Pfarrhof wurde der Dachstuhl zerstört. 2 Kühe, 1 Kalb und 4 Schweine konnten nicht gerettet werden. Glücklicherweise war bei diesem Brand kein Menschenleben zu beklagen. Der Einsatz der Feuerwehr wurde unter dem Kommando des Hauptmann-Stellvertreters Josef Swoboda durchgeführt. Im Einsatz waren die Feuerwehren von Höflein, Greifenstein, Altenberg, Kritzendorf, Klosterneuburg, Weidling, St.Andrä, Wördern, Wolfpassing, Zeiselmauer, Königstätten, Tulln und die Wiener Berufsfeuerwehr. Die genaue Ursache des Großbrandes konnte nicht ermittelt werden, vermutet wurde ein schadhafter Rauchfang oder Funkenflug eines vorbeifahrenden Eisenbahnzuges. 23.Dezember 1924 Bei einer Einsicht in die Kassengebarung des Höfleiner Bürgermeisters Leopold S. hat dieser den leichtsinnig verschuldeten Abgang von 26 Millionen Kronen zugestanden. 18.Juni 1925 In der Nacht vom Sonntag haben unbekannte Täter die im Schulgebäude untergebrachte Gemeindekasse erbrochen und ihrer Barschaft von 190 Schillingen beraubt. Die Täter stiegen durch ein Fenster 18.Juli 1925 Der frühere Bürgermeister von Höflein an der Donau, Leopolds S. wurde wegen Unterschlagung von Gemeindegeldern im Betrag von etwa 40 Millionen Kronen zu sechs Monaten Kerker verurteilt. 12.Februar 1929 Der bei der Wiener Reichsbrücke entstandene Eisstoß erreicht Höflein 15. November 1925 Feier des 200jährigen Bestandes der Höfleiner Schule. 17.Juli 1935 Am 17.Juli 1935 brach um ungefähr halb 2 Uhr morgens im Hause Hauptstraße 31 der Frau Stanek , das seit einer Reihe von Jahren unbewohnt ist, ein Brand in der Mansarde aus. Nachdem das Haus, wie scho0n bemerkt unbewohnt ist, wurde das Feuer erst bemerkt, als schon Flammen beim Dache des nach der Hauptstraße zu liegenden angebauten Traktes schlugen. Die sofort herbeigeeilten Anrainer nahmen den ersten Kampf mit Kübeln auf, bis die Ortsfeuerwehr in ganz wenigen Minuten mit dem Aggregat zur Stelle war. Der Angriff wurde nun mit Leitern gegen das in hellen Flammen stehende Dach von Außen mit einer Schlauchlinie vorgetragen, eine zweite Schlauchlinie wurde zuerst zur Sicherung des Nachbardaches, das nur durch einen halbmetrigen Grenzstreifen vom Brandobjekt entfernt ist, eingesetzt. Als jedoch der zweite, einstöckige Trakt, der noch mit Schindeln gedeckt ist, vom Feuer bedroht war, wurde die zweite Schlauchlinie ins Bodeninnere dieses Objektes von der Rückseite eingesetzt. Dadurch wurde dieser Teil des Hauses vollständig verschont, sodaß das Feuer auf das Dach des ca 40m² Vordertraktes beschränkt blieb. 16. Dezember 1935 Ein gefährliche Messerheld ist der aus Höflein abgeschaffte Anton F., der gestern in einer Gastwirtschaft in Höflein arg randalierte und deshalb vom Sohn des Wirtes Kutscha zur Tür hinausgedrängt wurde. Auf der Straße überfiel F. den Kutscha mit einem Küchenmesser und brachte ihnm an Nacken und Arm schwere Stichverletzungen bei. Erst nach einer langen Jagd, an der sich neben den Gendarmen auch Ortsbewohner beteiligten, konnte F. in Kritzendorf verhaftet werden. 3. Oktober 1945 Die erste elektrische betriebene Bergbauernseilbahn in Höflein an der Donau wurde Sonntag dem Verkehr übergeben. Sie befördert bei einer 20prozentigen Steigung in vier Minuten Lasten von 200 Kilogramm 700 Meter weit aus dem Tal zu den im Gebirge liegenden Gärten und Feldern um weniger als die Hälfte der bisherigen Kosten. Von der Staatsverwaltung unterstützt, hat der Höfleiner Bauer Houdek die Unternehmung nicht nur angeregt, sondern zusammen mit einigen Ortsinsassen alle Arbeiten durchgeführt.
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